Holz als schallabsorbierendes Material
Holz allein absorbiert Schall nur begrenzt – die wahre Wirkung entsteht durch die Kombination mit absorbierenden Materialien. Moderne Holz-Akustikpaneele vereinen Echtholzlamellen zur Schallstreuung mit hochverdichtetem Akustikfilz (αw 0,9) zur Absorption. Diese Doppelwirkung reduziert Nachhall um bis zu 90 Prozent und sorgt für natürliche Raumakustik. Für optimale Ergebnisse sollten Sie mindestens 20-30 Prozent der Wandfläche mit absorbierenden Elementen ausstatten.
Holz gilt seit jeher als edles Gestaltungselement in Wohnräumen – doch wie verhält es sich mit seinen akustischen Eigenschaften? Viele Menschen gehen davon aus, dass Holzwände oder Holzverkleidungen automatisch für besseren Klang sorgen. Die Realität ist differenzierter: Massives Holz reflektiert Schallwellen ähnlich wie Beton oder Glas, anstatt sie zu schlucken. Erst in Kombination mit speziellen Konstruktionen und absorbierenden Materialien wird Holz zu einem wirksamen Element der Raumakustik.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, warum reines Holz kaum schallabsorbierend wirkt, welche physikalischen Prinzipien dahinterstecken und wie moderne Akustiklösungen die ästhetischen Vorzüge von Holz mit echter Schallabsorption verbinden. Besonders interessant: die Kombination aus FSC-zertifizierten Holzlamellen und hochverdichtetem Recycling-Filz, die sowohl optisch als auch akustisch überzeugt.
Die akustischen Eigenschaften von Holz: Mythos und Realität
Um die Wirkung von Holz auf die Raumakustik zu verstehen, müssen wir zunächst zwischen verschiedenen akustischen Phänomenen unterscheiden: Schallabsorption, Schallreflexion und Schalldiffusion. Massives Holz – etwa in Form von Parkettböden, Wandverkleidungen oder Möbeln – verhält sich akustisch als harte Oberfläche. Wenn Schallwellen auf eine solche Oberfläche treffen, werden sie zum größten Teil reflektiert, ähnlich wie bei Beton, Glas oder Fliesen.
Der Schallabsorptionsgrad von massivem Holz liegt typischerweise bei αw 0,05 bis 0,15 – das bedeutet, dass nur 5 bis 15 Prozent der auftreffenden Schallenergie absorbiert werden. Die restlichen 85 bis 95 Prozent werden zurückgeworfen und tragen zum Nachhall im Raum bei. Dieser niedrige Absorptionsgrad erklärt, warum Räume mit vielen Holzoberflächen oft als hallig oder laut empfunden werden, obwohl das Material als natürlich und warm gilt.
Warum reflektiert Holz Schall?
Die Schallreflexion hängt von der Dichte und Oberflächenbeschaffenheit eines Materials ab. Holz besitzt eine relativ hohe Dichte und eine glatte, geschlossene Oberfläche. Schallwellen können nicht in das Material eindringen und ihre Energie dort in Wärme umwandeln – der Grundmechanismus der Absorption. Stattdessen prallen sie ab wie ein Ball von einer Wand.
Diese Eigenschaft ist nicht grundsätzlich negativ: In Konzertsälen werden Holzflächen gezielt eingesetzt, um Schall zu reflektieren und im Raum zu verteilen. Für Wohn- und Arbeitsräume, in denen störender Nachhall reduziert werden soll, ist reine Reflexion jedoch kontraproduktiv. Hier braucht es Materialien, die Schallenergie aufnehmen können.
Wann wird Holz schallabsorbierend? Die Rolle von Hohlräumen und Resonatoren
Es gibt Situationen, in denen Holz durchaus zur Schallabsorption beiträgt – allerdings nicht durch das Material selbst, sondern durch konstruktive Maßnahmen. Zwei Prinzipien sind dabei besonders relevant: perforierte Holzplatten mit dahinterliegenden Lufträumen und Resonanzabsorber.
Perforierte Holzplatten als Absorber
Wenn Holzplatten mit zahlreichen kleinen Löchern oder Schlitzen versehen werden und dahinter ein Luftraum mit absorbierendem Material (etwa Mineralwolle oder Akustikfilz) liegt, entsteht ein wirksamer Schallabsorber. Die Schallwellen dringen durch die Öffnungen ein, werden im Hohlraum mehrfach reflektiert und vom absorbierenden Material in Wärme umgewandelt. Der Holzanteil dient hier als ästhetische Verkleidung und strukturelles Element, die eigentliche Absorption übernimmt jedoch das Material dahinter.
Solche Systeme werden häufig in Auditorien, Theatern oder hochwertigen Bürogebäuden eingesetzt. Sie sind aufwendig zu konstruieren und erfordern präzise Abstimmung von Lochdurchmesser, Lochanteil und Hohlraumtiefe auf bestimmte Frequenzbereiche.
Resonanzabsorber aus Holz
Eine weitere Möglichkeit sind Helmholtz-Resonatoren oder Plattenschwinger aus Holz. Dabei wird die Eigenresonanz einer Holzplatte oder eines Hohlraums genutzt, um Schall bei bestimmten Frequenzen zu absorbieren. Diese Lösungen sind jedoch frequenzselektiv – sie wirken nur in einem begrenzten Bereich und eignen sich daher nicht für die breitbandige Verbesserung der Raumakustik in Wohnräumen.
Die moderne Lösung: Holz-Akustikpaneele mit integriertem Absorber
Für Wohn- und Arbeitsräume hat sich in den letzten Jahren ein Produkttyp etabliert, der die ästhetischen Vorzüge von Holz mit echter Schallabsorption verbindet: Akustikpaneele mit Echtholzlamellen auf einem Träger aus hochverdichtetem Akustikfilz. Diese Konstruktion nutzt zwei komplementäre akustische Prinzipien.
Schallstreuung durch Holzlamellen
Die Holzlamellen auf der Oberfläche brechen ankommende Schallwellen und streuen sie in verschiedene Richtungen. Dieser Effekt, auch Schalldiffusion genannt, verhindert starke Reflexionen und sorgt für eine gleichmäßigere Schallverteilung im Raum. Die dreidimensionale Struktur der Lamellen ist dabei entscheidend: Je nach Anordnung und Abstand entstehen unterschiedliche Streumuster.
Hochwertige Akustikpaneele aus Holz verwenden echte Holzlamellen mit einer Stärke von etwa 12 Millimetern. Diese sind auf einem Träger aus MDF befestigt, der wiederum mit FSC-zertifiziertem Echtholzfurnier veredelt ist. Im Unterschied zu günstigeren Produkten, bei denen lediglich Filz mit Lamellenstruktur gestanzt wird, bieten echte Holzlamellen eine deutlich bessere Schallstreuung und eine hochwertigere Optik.
Breitbandige Absorption durch Hochleistungsfilz
Die eigentliche Schallabsorption übernimmt eine 9 Millimeter dicke Schicht aus hochverdichtetem Akustikfilz, der sich hinter den Holzlamellen befindet. Dieser Filz besteht zu mehr als 60 Prozent aus recycelten PET-Flaschen und weist eine Dichte von 1500 g/m² auf. Diese hohe Verdichtung ist entscheidend für die akustische Wirksamkeit: Je dichter das Material, desto mehr Schallenergie kann in Wärme umgewandelt werden.
Mit einem Schallabsorptionsgrad von αw 0,9 schlucken diese Paneele bis zu 90 Prozent der auftreffenden Schallenergie über einen breiten Frequenzbereich. Das bedeutet konkret: Sprache wird verständlicher, Musik klingt klarer, und störender Nachhall wird deutlich reduziert. Besonders im mittleren und höheren Frequenzbereich, wo sich menschliche Stimmen und viele Alltagsgeräusche befinden, ist die Wirkung ausgeprägt.
Materialvergleich: Holz-Akustikpaneele versus reine Filzpaneele
Neben Holz-Akustikpaneelen gibt es auch reine Filzpaneele ohne Holzanteil. Beide Produkttypen haben ihre Berechtigung, unterscheiden sich jedoch in mehreren Aspekten.
Akustische Wirkung
Reine Akustikpaneele aus Filz bieten ebenfalls hervorragende Absorptionswerte. Hochwertige Varianten mit 15 Millimetern Stärke und einer Dichte von 2000 g/m² erreichen einen Schallabsorptionsgrad von αw 0,9 – also denselben Wert wie Holz-Akustikpaneele. Der Unterschied liegt in der Schallstreuung: Während Filzpaneele den Schall primär absorbieren, kombinieren Holzpaneele Absorption mit Diffusion. In Räumen, in denen eine gewisse Lebendigkeit erhalten bleiben soll – etwa in Musikzimmern oder Heimkinos – kann diese Kombination vorteilhaft sein.
Optik und Design
Holz-Akustikpaneele bieten eine warme, natürliche Ästhetik und fügen sich besonders gut in moderne Wohnkonzepte mit skandinavischem oder minimalistischem Design ein. Die Maserung des Echtholzfurniers sorgt für eine lebendige Oberfläche, die je nach Lichteinfall unterschiedlich wirkt. Verfügbare Varianten reichen von hellem Eichenholz über dunkle Walnuss bis zu modernem Techwood.
Filzpaneele hingegen bieten eine ruhigere, textile Optik. Mit Abmessungen von 30 x 30 Zentimetern und geraden Kanten lassen sie sich nahtlos zu größeren Flächen kombinieren. Die dezenten Farbtöne – Grau, Weiß, Himmelblau oder Royalblau – ermöglichen zurückhaltende oder akzentuierte Gestaltungen. Für Räume, in denen die Akustiklösung nicht im Vordergrund stehen soll, sind Filzpaneele oft die diskretere Wahl.
Montage und Flexibilität
Ein praktischer Unterschied liegt in der Montage: Filzpaneele verfügen über eine selbstklebende Rückseite und lassen sich ohne Werkzeug anbringen. Die Klebekraft ist so bemessen, dass die Paneele auch auf Tapeten, Putz oder Fliesen zuverlässig haften und sich dennoch rückstandslos entfernen lassen – ideal für Mietwohnungen.
Holz-Akustikpaneele mit einem Gewicht von 5,2 Kilogramm pro Paneel (120 x 60 Zentimeter) erfordern eine stabilere Befestigung. Empfohlen wird die Montage mit speziellem Montagekleber, der auf allen Untergründen haftet, oder alternativ mit Schrauben und Dübeln. Letztere Variante ermöglicht ein rückstandsloses Entfernen, hinterlässt jedoch Bohrlöcher. Die Montage ist dennoch unkompliziert und von Laien durchführbar.
Frequenzabhängigkeit der Schallabsorption
Ein wichtiger Aspekt, der oft übersehen wird: Kein Material absorbiert alle Frequenzen gleich gut. Tiefe Frequenzen (Bass) haben große Wellenlängen und benötigen entsprechend dicke oder speziell konstruierte Absorber. Hohe Frequenzen (Höhen) lassen sich dagegen schon mit dünnen, porösen Materialien dämpfen.
Wirkbereich von Holz-Akustikpaneelen
Die Kombination aus 9 Millimeter Akustikfilz und 12 Millimeter Holzlamellen (Gesamtstärke 21 Millimeter) ist besonders effektiv im mittleren und höheren Frequenzbereich – also genau dort, wo sich Sprache, Telefonate, Tastaturklappern und die meisten Alltagsgeräusche befinden. Für diese Anwendungen reicht die Materialstärke vollkommen aus.
Tiefe Bässe, wie sie etwa von Subwoofern in Heimkinoanlagen erzeugt werden, lassen sich mit diesen Paneelen nur begrenzt dämpfen. Hier wären Bassabsorber mit größerer Bautiefe oder spezielle Eckabsorber erforderlich. Für typische Wohn- und Arbeitssituationen ist dies jedoch selten ein Problem, da störender Nachhall vor allem im Sprachbereich auftritt.
Ergänzung durch dicke Filzpaneele
Wenn Sie einen Raum mit besonders breiter Frequenzabdeckung ausstatten möchten, können Sie Holz-Akustikpaneele mit dickeren Filzelementen kombinieren. Filzpaneele mit 15 Millimetern Stärke und 2000 g/m² Dichte absorbieren auch tiefere Frequenzen effektiver. Durch die Kombination verschiedener Absorbertypen entsteht eine ausgewogene Raumakustik über das gesamte Frequenzspektrum.
Praktische Anwendung: Wie viele Paneele brauchen Sie?
Die Frage nach der benötigten Menge lässt sich nicht pauschal beantworten, da sie von mehreren Faktoren abhängt: Raumgröße, Raumform, vorhandene Möblierung und gewünschtes akustisches Ergebnis. Als Faustregel gilt: Mindestens 20 bis 30 Prozent der Wandfläche sollten mit absorbierenden Elementen ausgestattet sein, um eine spürbare Verbesserung zu erzielen.
Beispielrechnung für ein Home Office
Ein typisches Home Office mit 4 Meter Länge, 3 Meter Breite und 2,5 Meter Höhe hat eine Wandfläche von etwa 35 Quadratmetern (ohne Fenster und Türen). Um 25 Prozent dieser Fläche abzudecken, benötigen Sie rund 8,75 Quadratmeter Akustikfläche.
Mit Holz-Akustikpaneelen im Format 120 x 60 Zentimeter (0,72 m² pro Paneel) entspricht das etwa 12 Paneelen. Diese lassen sich beispielsweise auf zwei gegenüberliegenden Wänden verteilen oder gezielt hinter dem Schreibtisch und im Videokonferenzbereich anbringen. Ein 4er-Set deckt 2,88 Quadratmeter ab, Sie würden also drei solcher Sets benötigen.
Flexible Gestaltung mit Filzpaneelen
Für kleinere Räume oder gezielten Einsatz bieten sich Filzpaneele im Format 30 x 30 Zentimeter an. Ein 9er-Set deckt 0,81 Quadratmeter ab. Für dasselbe Home Office würden Sie etwa 11 Sets benötigen, um auf die empfohlene Fläche zu kommen. Der Vorteil: Sie können die Paneele flexibel anordnen, Muster gestalten oder gezielt Problemzonen behandeln – etwa die Wand hinter dem Monitor oder Bereiche mit starken Reflexionen.
Spezielle Einsatzbereiche für Holz-Akustiklösungen
Heimkino und Musikzimmer
In Räumen, die für Musik oder Filmgenuss optimiert werden sollen, ist die Balance zwischen Absorption und Reflexion besonders wichtig. Zu viel Dämpfung lässt den Raum tot und leblos klingen, zu wenig führt zu Nachhall und verwaschener Wiedergabe. Holz-Akustikpaneele in Walnuss oder anderen dunklen Varianten fügen sich optisch perfekt in Heimkinos ein und sorgen durch ihre Doppelfunktion aus Streuung und Absorption für ausgewogenen Klang.
Empfehlenswert ist die Anbringung an den Seitenwänden auf Ohrhöhe (First Reflection Points) sowie an der Rückwand. Die Frontwand hinter den Lautsprechern sollte dagegen eher reflektierend bleiben, um die Direktabstrahlung nicht zu dämpfen.
Konferenzräume und Besprechungszimmer
In geschäftlichen Umgebungen sind klare Sprachverständlichkeit und professionelle Optik gleichermaßen wichtig. Holz-Akustikpaneele vermitteln Wertigkeit und Natürlichkeit, während sie gleichzeitig störende Reflexionen eliminieren. Besonders bei Videokonferenzen, die mittlerweile zum Arbeitsalltag gehören, verbessern sie die Tonqualität erheblich – Ihr Gesprächspartner hört Sie klar und ohne störenden Raumhall.
Die Montage mit Montagekleber ist hier vorteilhaft, da keine sichtbaren Befestigungselemente die Optik stören. Für Besprechungsräume mit besonders hohen Anforderungen können Sie Holzpaneele mit zusätzlichen Filzelementen an der Decke kombinieren.
Restaurants und Cafés
Gastronomische Betriebe kämpfen häufig mit dem sogenannten Cocktailparty-Effekt: Viele Gespräche gleichzeitig erzeugen einen hohen Geräuschpegel, der durch reflektierende Oberflächen noch verstärkt wird. Gäste müssen lauter sprechen, um sich zu verständigen, was den Lärmpegel weiter erhöht – ein Teufelskreis.
Holz-Akustikpaneele an strategischen Stellen – etwa im oberen Wandbereich oder als Raumteiler – durchbrechen diesen Kreislauf. Sie reduzieren den Schallpegel um mehrere Dezibel und schaffen eine angenehmere Gesprächsatmosphäre, ohne die Räume akustisch zu tot wirken zu lassen. Die natürliche Holzoptik passt zudem zu vielen gastronomischen Konzepten, vom rustikalen Landgasthof bis zum modernen Stadtcafé.
Ergänzende Lösung: Wandschutz mit akustischer Wirkung
Für spezielle Anforderungen gibt es eine weitere innovative Produktkategorie: Wandschutz aus Akustikfilz, der gleichzeitig als Schallabsorber dient. Diese Paneele mit Abmessungen von 118 x 59 Zentimetern und 9 Millimetern Stärke bieten eine Doppelfunktion.
Schutz und Akustik in einem
Mit einer Dichte von 1500 g/m² sind diese Filzplatten stoßfest genug, um Wände vor Kratzern, Stößen und Abrieb zu schützen – etwa hinter Betten, Sofas oder in Garagen. Gleichzeitig reduzieren sie bis zu 80 Prozent der Schallenergie und verbessern die Raumakustik. Die selbstklebende Rückseite ermöglicht schnelle Montage ohne Bohren, und die wasserabweisende Oberfläche lässt sich mit einem feuchten Tuch reinigen.
Besonders interessant ist der Einsatz als Dart-Wandschutz: Die Paneele schützen die Wand hinter der Dartscheibe vor Fehlwürfen und dämpfen gleichzeitig die Aufprallgeräusche der Pfeile. In Treppenhäusern, Fluren oder Kinderzimmern bieten sie praktischen Schutz und verbessern nebenbei die oft problematische Akustik dieser Räume.
Nachhaltigkeit und Wohngesundheit
Bei der Auswahl von Akustiklösungen spielen zunehmend auch ökologische und gesundheitliche Aspekte eine Rolle. Moderne Holz-Akustikpaneele erfüllen hier hohe Standards.
Recycling-Materialien und FSC-Zertifizierung
Der Akustikfilz in hochwertigen Paneelen besteht zu mehr als 60 Prozent aus recycelten PET-Flaschen. Durch die Wiederverwertung dieses Materials werden Ressourcen geschont und die CO₂-Bilanz verbessert. Die Verarbeitung erfolgt ohne Schadstoffe, die Materialien sind geruchsneutral und für Allergiker geeignet.
Das verwendete Holz stammt aus FSC-zertifizierter, nachhaltiger Forstwirtschaft. Diese Zertifizierung garantiert, dass die Wälder verantwortungsvoll bewirtschaftet werden und soziale sowie ökologische Standards eingehalten werden. Für umweltbewusste Verbraucher ist dies ein wichtiges Qualitätsmerkmal.
Langlebigkeit und Pflege
Hochwertige Akustikpaneele sind auf lange Nutzungsdauer ausgelegt. Eine spezielle Oberflächenversiegelung macht sie dauerhaft farbecht und wasserabweisend. Staub und Schmutz lassen sich mit einem leicht feuchten Tuch entfernen, ohne dass die akustische Wirkung beeinträchtigt wird. Diese Pflegeleichtigkeit ist besonders in gewerblichen Umgebungen oder Haushalten mit Kindern von Vorteil.
Montage-Tipps für optimale Ergebnisse
Vorbereitung des Untergrunds
Für die Montage mit Montagekleber sollte der Untergrund sauber, trocken und fettfrei sein. Auf frisch gestrichenen Wänden empfiehlt sich eine Wartezeit von mindestens zwei Wochen, damit die Farbe vollständig ausgehärtet ist. Tapeten müssen fest sitzen – lose Bereiche sollten vorher fixiert oder entfernt werden.
Positionierung und Anordnung
Bevor Sie mit der Montage beginnen, sollten Sie die Paneele probeweise an der Wand positionieren. Nutzen Sie eine Wasserwaage, um gerade Linien zu gewährleisten. Holz-Akustikpaneele lassen sich nahtlos aneinanderfügen – bei einer Länge von 120 Zentimetern können Sie auch zwei Paneele zu einer 240 Zentimeter breiten Fläche kombinieren.
Für eine gleichmäßige Wirkung empfiehlt sich symmetrische Anordnung. In Heimkinos oder Musikzimmern sollten Sie die First Reflection Points gezielt behandeln – das sind die Wandbereiche, an denen der Schall von den Lautsprechern zum ersten Mal reflektiert wird, bevor er Ihr Ohr erreicht.
Zuschnitt und Anpassung
Beide Produkttypen lassen sich bei Bedarf zuschneiden: Den Akustikfilz mit einem scharfen Teppichmesser, die Holzlamellen mit einer feinen Säge. So können Sie die Paneele auch an Fensterlaibungen, Heizkörpernischen oder andere bauliche Gegebenheiten anpassen. Achten Sie beim Schneiden der Holzpaneele darauf, die Lamellen nicht zu beschädigen.
Kostenbetrachtung und Preis-Leistungs-Verhältnis
Die Investition in hochwertige Akustiklösungen zahlt sich durch spürbare Verbesserung der Wohn- und Arbeitsqualität aus. Holz-Akustikpaneele liegen preislich bei etwa 109,90 Euro für ein Paneel (0,72 m²), was einem Quadratmeterpreis von rund 152 Euro entspricht. Sets mit mehreren Paneelen bieten oft einen günstigeren Quadratmeterpreis.
Filzpaneele sind mit 38,90 Euro für 9 Stück (0,81 m²) deutlich günstiger – der Quadratmeterpreis liegt bei etwa 48 Euro. Für Räume mit geringerem Budget oder wenn die Holzoptik nicht im Vordergrund steht, sind sie eine ausgezeichnete Alternative mit vergleichbarer akustischer Wirkung.
Langfristige Wertigkeit
Im Vergleich zu baulichen Maßnahmen wie abgehängten Decken, Vorsatzschalen oder nachträglich eingebauten Resonatoren sind beide Lösungen kostengünstig und ohne Fachfirma umsetzbar. Die Materialien sind langlebig, die Investition amortisiert sich über Jahre durch verbesserte Lebensqualität, produktiveres Arbeiten und in gewerblichen Räumen durch zufriedenere Kunden.
Zudem bieten seriöse Anbieter eine 30-Tage-Zufriedenheitsgarantie, kostenlosen Versand und schnelle Lieferung innerhalb von 1 bis 4 Tagen. Sie können die Produkte also risikofrei testen und bei Nichtgefallen zurücksenden.
Häufige Missverständnisse über Holz und Akustik
"Holzdecken verbessern die Akustik"
Ein verbreiteter Irrglaube ist, dass Holzdecken automatisch für besseren Klang sorgen. Tatsächlich reflektieren Holzdecken Schall ebenso wie Betondecken. In Altbauten mit hohen Decken kann dies sogar zu verstärktem Nachhall führen. Erst durch zusätzliche absorbierende Elemente – etwa Akustikpaneele an den Wänden oder der Decke – entsteht eine ausgewogene Raumakustik.
"Holzmöbel dämpfen den Schall"
Auch Möbel aus massivem Holz tragen kaum zur Schallabsorption bei. Sie können allerdings durch ihre unregelmäßige Form zur Schallstreuung beitragen und starke Reflexionen aufbrechen. Polstermöbel, Teppiche und Vorhänge haben dagegen einen deutlich größeren Einfluss auf die Raumakustik, da ihre porösen Oberflächen Schall absorbieren.
"Mehr ist immer besser"
Ein weiteres Missverständnis: Je mehr Absorber, desto besser die Akustik. In Wahrheit gibt es ein Optimum. Zu viel Dämpfung lässt Räume tot und unnatürlich klingen, Gespräche wirken gedämpft und anstrengend. Die richtige Balance zwischen absorbierenden und reflektierenden Flächen ist entscheidend – daher die Empfehlung von 20 bis 30 Prozent Absorptionsfläche.
Zusammenspiel mit anderen Raumelementen
Akustikpaneele entfalten ihre volle Wirkung im Zusammenspiel mit der übrigen Raumgestaltung. Textile Elemente wie Vorhänge, Teppiche und Polstermöbel tragen ebenfalls zur Schallabsorption bei, wenn auch in geringerem Maße. Harte Oberflächen wie Fliesen, Glas oder Beton sollten durch absorbierende Elemente ausgeglichen werden.
Optimale Raumgestaltung
In einem akustisch optimal gestalteten Raum finden sich absorbierende Elemente vor allem an den Wänden und bei Bedarf an der Decke. Der Boden kann je nach Nutzung mit Teppich oder Parkett ausgestattet sein – Teppich absorbiert mehr, Parkett ist pflegeleichter. Große Glasflächen wie Fenster lassen sich durch schwere Vorhänge akustisch entschärfen.
Für Räume mit besonders problematischer Akustik – etwa durch parallele, glatte Wände – empfiehlt sich die gezielte Behandlung gegenüberliegender Flächen. Wenn beide Wände reflektierend sind, entsteht ein Flatterecho; wird eine Seite mit Absorbern ausgestattet, verschwindet dieser Effekt.
Technische Prüfung und Zertifizierung
Seriöse Hersteller lassen ihre Produkte in akkreditierten Prüflaboren nach DIN EN ISO 354 testen. Dabei wird der Schallabsorptionsgrad in verschiedenen Frequenzbereichen gemessen und daraus der bewertete Schallabsorptionsgrad αw ermittelt. Dieser Wert liegt zwischen 0 (keine Absorption) und 1 (vollständige Absorption).
Hochwertige Akustikpaneele erreichen Werte von αw 0,9, was einer Absorption von 90 Prozent entspricht. Zum Vergleich: Eine glatte Betonwand liegt bei αw 0,02, ein schwerer Vorhang bei etwa αw 0,4. Die Angabe dieses Wertes ist ein Qualitätsmerkmal und ermöglicht den direkten Vergleich verschiedener Produkte.
Ausblick: Entwicklungen in der Akustikbranche
Die Nachfrage nach funktionalen und ästhetischen Akustiklösungen wächst stetig. Homeoffice, Podcasting, Streaming und zunehmende Verdichtung in Städten machen gute Raumakustik zu einem relevanten Thema für immer mehr Menschen. Die Produktentwicklung reagiert darauf mit innovativen Lösungen, die Funktionalität, Design und Nachhaltigkeit verbinden.
Zukünftige Entwicklungen könnten noch dünnere Absorber mit gleicher Wirkung, neue Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen oder modulare Systeme umfassen, die sich flexibel an veränderte Raumnutzungen anpassen lassen. Auch die Integration von Akustiklösungen in Möbel und Beleuchtungselemente ist ein vielversprechender Ansatz.
Eines bleibt jedoch konstant: Die Kombination aus absorbierenden Materialien und strukturierten Oberflächen – wie sie moderne Holz-Akustikpaneele bieten – wird auch künftig die Grundlage wirksamer Raumakustik bilden. Denn die physikalischen Gesetze der Schallausbreitung ändern sich nicht, nur unsere Möglichkeiten, elegant und nachhaltig darauf zu reagieren, werden immer besser.